Meine Vorbilder
Früh bin ich mit Sinnesbehinderungen und neurologischen Krankheitsfolgen bei Menschen in meinem Lebensumfeld vertraut geworden. Dabei wurden mir besonders Menschen, die ihre persönlichen angeborenen oder erworbenen Einschränkungen konstruktiv und selbstbewusst bewältigen, wertvolle Vorbilder. Von Behinderung betroffene Menschen und ihr Einsatz, andere über ihre Belange und Bedarfe konstruktiv aufzuklären, gaben mir wertvolle Impulse für meine Berufswahl und -tätigkeiten.
Insbesondere kulturell gehörlose Menschen überzeugten mich von Gebärdensprache als vollwertiger Sprache. In Deutscher Gebärdensprache und lautsprachbegleitenden Gebärden habe ich durch wissenschaftlich qualifizierte gehörlose Muttersprachler fließende Sprachkenntnisse erworben. Das lebensfrohe Auftreten meiner Dozentinnen und Dozenten aus ihrer kulturellen Minderheit heraus hat mich vorbildlich bereichert.
Menschen, die mich nach dem Konzept von Stanley Keleman ausgebildet haben und mir mit ihrer aufrechten persönlichen Präsenz vorgelebt haben, das Leben als individuellen Wachstumsprozess zu erkennen. Ihr Auftreten war mir eine Lehre, Achtung vor dem Einzelnen zu bewahren in Anerkennung der Grundannahme, dass wir mit einem genetischen Bauplan geboren werden und uns durch unsere persönlich unterschiedlichsten Aktions- und Reaktionsweisen zu vielschichtigen Persönlichkeiten entwickeln.
Das Konzept / Die Lehre FP
Mit dem Menschenbild und Konzept der Formativen Psychologie und ihrer von Stanley Keleman lebenslang ausgeformten Methodik beschäftige ich mich seit 1987. Die von Keleman entwickelten Wie-Übungen wurden das Werkzeug, mit dem ich mein Interesse an einander wertschätzender und tolerierender unterschiedlicher Formen von Lebendigkeit aktiv gestalten lernte. Keleman nannte diese Übungen formatives Selbstmanagement durch VME „voluntary muscular effort“, willentlich muskulären Einsatz.
VME anzuwenden ist mein tägliches Lebenselixier.
Meine Vision
Möglichkeiten und Grenzen von Lebenskonzepten und den Umgang mit Verletzungen verstehe ich als persönliche Herausforderung, für deren persönliches Management ich mich mir selbst und anderen gegenüber einsetzen möchte.
Leiderfahrungen können wir nicht löschen oder nach Wunsch verhindern. Ich möchte dazu beitragen, erfahrenen Verletzungen nicht alternativlos ausgeliefert zu begegnen. Meinen Einsatz richte ich aus auf die Gestaltung und Unterstützung einer persönlichen Lebensform, die wir beeinflussen und dabei persönliches Glück erfahren können.
Mein Engagement widme ich der Bildung und Begleitung, wie wir in unserem Leben persönlich handlungsfähig bleiben können, insbesondere durch den Einsatz von Selbstmanagement, wie es Stanley Keleman, der Begründer der Formativen Psychologie entwickelt hat.
